Labore und Technik

Spitzenforschung im Bereich der nutzerzentrierten Entwicklung von Software setzt eine optimale Forschungsumgebung und eine entsprechende Ausstattung voraus.

Das Kompetenzzentrum Usability für den Mittelstand verfügt über verschiedene Labore mit neuster technischer Ausstattung:

  • Kernstück bildet das Usability-Labor mit angrenzendem Beobachterraum. Ein mobiles Usability-Labor ermöglicht es zudem Usability-Untersuchungen im Feld durchzuführen.
  • Das Projekthaus Meteor ermöglicht es in innovativer und kreativer Arbeitsumgebung mit Unternehmen gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und diese in realen Testumgebungen zu erproben.
  • Fokusgruppenräume und weitere Kommunikationsräume im Projekthaus METEOR bieten optimale Voraussetzungen zur Einbeziehung von Nutzern durch Workshops und Fokusgruppen.

Usability-Labor

Im Usability-Labor finden die eigentlichen Untersuchungen zur Qualität von Software-Produkten statt. Hier werden Probanden dabei beobachtet wie sie Aufgaben an den zu testenden Produkten ausführen. Je nach Bedarf lassen sich im Usability-Labor unterschiedliche Umgebungen nachbilden. Beispielsweise kann es als Büro oder Wohnzimmer umgestaltet werden und bietet damit optimale Voraussetzungen für realitätsnahe Testumgebungen.

Der Sinn von Nutzertests ist der Gewinn von Informationen über das Nutzungsverhalten sowie über Usability-Schwachstellen und Bedienprobleme. Nutzertests können auf unterschiedlichste Weise aufgezeichnet werden. Im Usability-Labor des Kompetenzzentrums stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Eyetracking (Blickbewegungsmessung) mittels bildschirmbasiertem System Tobii TXL 60, head mounted ASL mobile Eye und head tracking Facelab 4
  • Mousetracking (Maus-/Klickverfolgung) mittels Morea
  • Audioaufzeichnungen mittels verschiedener mobiler und eingebetteter Systeme
  • Videoaufzeichnungen mittels Domkamera, High Speed Videotechnik und HD-Kameras

Für Felduntersuchungen verfügt das Kompetenzzentrum über ein mobiles Usability-Labor. Damit können alle notwendigen Aufzeichnungsinstrumente schnell und flexibel dort eingesetzt werden, wo das zu evaluierende Produkt in seiner natürlichen Umgebung verwendet wird.

Beobachterraum

Der Beobachterraum ist Teil des Usability-Labors. Hier laufen alle Daten zusammen. Die Projektmitarbeiter verfolgen und dokumentieren im Beobachterraum die im Usability-Labor stattfindenden Nutzertests. Über Monitore wird der Testablauf kontrolliert und gesteuert. Die Auftraggeber der Usability-Untersuchung haben die Möglichkeit über einen großen Spionspiegel den Nutzertest live mitzuverfolgen und die Probanden bei der Interaktion mit dem Produkt zu beobachten. Die im Beobachterraum vorhandene Rechnertechnik unterstützt die Projektmitarbeiter bei der späteren Auswertung der Aufzeichnungen der Nutzertests.

Projekthaus Meteor

Der flexible Aufbau des Hauses vereint mit modernsten Informations-und Kommunikationstechnologien sowie kreativitätsfördernden Umgebungen, schafft eine innovative Arbeitsumgebung, die ideale Voraussetzung bietet, in interdisziplinären Teams neue Ideen zu entwickeln und innovative Wege einzuschlagen. Das Projekthaus bietet dabei die Möglichkeit mit Vertretern von Unternehmen sowie Anwendern innerhalb eines bestimmten Zeitfensters gemeinsam an innovativen Produktideen zu arbeiten, Prototypen zu entwickeln und diese zu testen.

Wesentliche Merkmale des Projekthauses sind:

  • 30 mögliche Raumszenarien für Team-, Projekt- und Veranstaltungsräume zwischen 30 und 260 m²
  • verschiedene inspirations- und kreativitätsfördernde Arbeitsumgebungen (Inspirationsbereiche „green inspiration“ und „living inspiration“)
  • verschiedene Kommunikationsbereiche für informelle und formelle Kommunikation
  • neuste Informations- und Kommunikationstechnologien, wie Netzwerktechnik für „Kollaborative Arbeit“ (z.B. Videokonferenzsysteme), Systeme zur Visualisierung (z.B. Virtual-Reality-Systeme) und zum interaktiven Gedankenaustausch (z.B. interaktive Whiteboards, Multi-Touch-Systeme)
  • innovative Akustik- und Beleuchtungselemente
  • eine industrietaugliche Infrastruktur (Drehstrom, Druckluft)

Fokusgruppenräume

Das Zentrum für nutzerzentrierte Produktentwicklung verfügt über verschiedene Fokusgruppenräume. Bei Fokusgruppen werden spätere Nutzer oder auch Experten zu speziellen Fragestellungen eingeladen und unter Moderation zur Diskussion angeregt. Ein Schneeballeffekt in einer Gruppendiskussion führt dazu, dass die Teilnehmer durch die geäußerten Gedanken anderer Teilnehmer zu weiteren tiefgreifenderen Aussagen angeregt werden und ein hoher Erkenntnisgewinn in Bezug auf die Fragestellung bzw. das Untersuchungsziel erfolgt.

Die Fokusgruppenräume sind ähnlich wie das Usability-Labor mit Video- und Audioaufzeichnungssystemen ausgestattet, um die Gespräche aufzuzeichnen und später auswerten zu können.

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