Kompetenzzentrum Usability für den Mittelstand geht an den Start

Datum: 01.Juli.2012 | von Frank Dittrich

Die Usability (dt. Gebrauchstauglichkeit oder auch Nutzerfreundlichkeit) von betrieblicher Anwendungssoftware ist ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor für Hersteller und Anwender dieser Produkte. Anwender profitieren von einer einfachen Bedienung durch geringeren Schulungs- und Einarbeitungsaufwand sowie der Reduzierung von Bedienfehlern. Software-Hersteller sehen sich steigenden Kundenanforderungen und einem zunehmenden Wettbewerbsdruck gegenüber und können mit einer Erhöhung der Usability ihrer Software-Produkte im Wettbewerb besser bestehen. Die Verbesserung der Usability betrieblicher Anwendungssoftware ist deshalb wesentlicher Bestandteil der Informations- und Kommunikationstechnologie-Strategie (IKT-Strategie) der Bundesregierung "Deutschland Digital 2015". Um die Verbreitung des Faktors in der Praxis voranzubringen werden die Professur Allgemeine und Arbeitspsychologie (Prof. Dr. Josef Krems) und die Professur Arbeitswissenschaft (Dr. Angelika Bullinger-Hoffmann) der TU Chemnitz für den Aufbau eines Kompetenzzentrums vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) von Juli 2012 bis Juni 2015 im Rahmen der Förderinitiative "Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand" gefördert.

Ziel des "Kompetenzzentrums Usability für den Mittelstand" (KUM) ist es, Hersteller und Anwender von betrieblicher Anwendungssoftware aus dem Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Einbeziehung von Usability-Kriterien während des gesamten Entwicklung- und Auswahlprozesses zu unterstützen. „Unsere Erfahrungen aus wissenschaftlichen Untersuchungen und anderen Forschungsprojekten haben gezeigt, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen nicht über das Wissen und die personellen Ressourcen verfügen um den Wettbewerbsfaktor Usability für sich zu erschließen“, sagt Frank Dittrich, Leiter des Zentrums. So sollen neben der Sensibilisierung für die Vorteile einer hohen Usability, Software-Hersteller vor allem dazu befähigt werden einen nutzerzentrierten Entwicklungsprozess zukünftig eigenständig umzusetzen.

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