Kompetenzzentrum vergibt Mensch-Maschine-Preis

Datum: 13. November 2015 | von Frank Dittrich

Anlässlich des jährlich stattfindenden "World Usability Day" veranstaltete das Kompetenzzentrum den Tag der einfachen Produkte. Wie es der Name bereits verrät, stehen an diesem Tag Produkte im Fokus, welche benutzerfreundlich gestaltet sind und Anwender bei ihren alltäglichen Aufgaben unterstützen. Am 12. November lud das Zentrum die sechs am besten bewerteten Einreichungen ein, welche in einem Innovation Slam um den Sieg des Mensch-Maschine-Preises gegeneinander antraten. Vom spannenden Wettbewerb angezogen, konnten über 60 Besucher im stimmungsvoll beleuchteten Haus METEOR begrüßt werden.

Zu Beginn des Abends zeigte Dr. Jens Mühlstedt von der Münchner Agentur designaffairs den Publikum, wie die Methode Design Thinking in der Praxis angewendet wird und stellte anschaulich dar, wie verschiedene Kundengruppen gemeinsam an kreativen Problemlösungsprozessen arbeiten. Anschließend kam es zum direkten Duell der sechs Finalisten des Mensch-Maschine-Preises. In fünfminütigen Vorträgen versuchten die Teilnehmer das anwesende Publikum von Ihrer Produktidee zu überzeugen. Dazu kamen unter anderem selbstgenähte Demonstratoren, Videos und funktionsfähige Prototypen zum Einsatz. Mit Hilfe der Darbietungen bewertete im Anschluss das Publikum alle Produktideen und ermittelte so gemeinsam mit der Bewertung der Expertenjury den Sieger.

Nach der Auszählung stand die Siegerin der neunten Auflage des Mensch-Maschine-Preises - die intelligente Fahrradsattelstütze von Nicole Siebert fest. Die Studentin der Sensorik und kognitiven Psychologie entwickelte eine Sattelstütze aus leichtem Kohlestofffaser-Kunststoff-Verbund mit integrierter Sensorik. Diese erkennt, ob sich das Fahrrad bewegt und ob es hell oder dunkel ist. Besonders positiv wurde von der Fachjury bewertet, dass die Idee eine benutzerfreundliche Bedienung aufweist und die Erhöhung der Sicherheit von Fahrradfahrern durch die Verbesserung bereits vorhandener Bauteile realisiert wird.

Frank Wendler belegt mit der Idee „Interaktives Plug-In zur maschinellen Literaturrecherche“ den zweiten Platz. Er griff ein für Studierende und Wissenschaftliche Mitarbeiter bekanntes Problem der umfassenden Literaturrecherche auf und präsentierte eine Idee, wie der Autor anhand einer automatischen Vorselektion relevante Literaturvorschläge erhält. Sein Web-basiertes Plug-In soll die „Schwarmintelligenz der wissenschaftlichen Gemeinschaft kanalisieren und so Mehrnutzen für seine Anwender generieren“.

Auf dem dritten Platz ist ein kleines aber wirksames Zusatzbauteil für Popcorntüten gewählt worden. Sarah Bobrowski und Konstantin Felbel sind die Erfinder einer zusätzlichen Lasche, um störende, nicht gepoppte Körner oder andere Dinge, wie etwa Kaugummis, zu entsorgen und damit den Fußboden der Kinos zu schonen.

Die weiteren mit Preisen und Auszeichnungen versehenen Plätze erreichten Julian Egger („Den Arbeitsplatz eingerichtet immer dabei“), Heidi Hauser („SVEDIK“) und Mohammad Tawsif Ahmad Ansari („Adaptor for Hot Plates“)

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